00:00:10: Hallo und herzlich willkommen bei BODY SPIRITSOUL, deinem Podcast für dein bestes Leben.
00:00:16: Ja die Sommerpause ist vorbei und ich freue mich dass du hier wieder rein hörst!
00:00:22: Ich bin Heike Maliesig eine der beiden Moderatorinnen von BODySPIRITsoul.
00:00:28: Die andere Hälfte von mir ist meine Freundin Beate Nordstrand.
00:00:32: Wir zwei kennen uns jetzt seit dem Jahr haben schon ziemlich viele gemeinsame Projekte verwirklicht, lebe leichter gegründet, Body Spirit Soul, Frauentage organisiert, zehn Bücher gemeinsam geschrieben und vor knapp sieben Jahren sind wir mit diesem Podcast gestartet.
00:00:51: Und jedes Mal wenn ich eine Folge aufgenommen habe dann denke Das war es jetzt.
00:00:59: Jetzt habe ich kein Thema mehr, worüber spreche ich in der nächsten Folge?
00:01:04: und dann mitten so in meinem Alltag ploppt ein Gedanke auf oder ich hab irgendein gutes Gespräch oder Höhereinsatz und dann habe ich wieder einen Thema.
00:01:14: und so war's auch mit dieser Folge.
00:01:17: Ich habe in den letzten Wochen mir öfters mal Bundestagsdebatten angehört Und auch jetzt vor den letzten Landtagswahlen habe ich mir das ein oder andere Duell angeschaut und auch Kommentare.
00:01:33: Und offen gesagt bin ich wirklich erschrocken, weil ich denke so wie reden die denn da eigentlich miteinander?
00:01:41: Was ist das für einen Ton und was sind das teilweise für Anschuldigungen, Beschuldigung also Wo bleibt bei aller Klarheit, die natürlich auch gesagt werden muss.
00:01:53: Wo bleibt denn überhaupt der Respekt und die Wertschätzung?
00:01:58: Und es gibt ja diesen Spruch Der Ton macht die Musik und da ist natürlich auch was dran.
00:02:01: Ja Es macht natürlich einen riesigen Unterschied auch wie ich etwas sage.
00:02:06: Aber Ich glaube eben der Ton das ist nicht allein es ist auch der Inhalt und ich bin offen gesagt ziemlich entsetzt wenn ich im Internet höre wie sich Menschen begegnen.
00:02:16: Und ich habe letztens zu meinem Mann gesagt, weißt du?
00:02:19: Ich hätte mir früher sogar auch vorstellen können in die Politik zu gehen.
00:02:23: Ich bin ja gelernte Verwaltungsfach angestellte und hätte eigentlich mit dem gehobenen Dienst weitergemacht.
00:02:30: Wir sind dann aber nach Erzhausen gezogen weil mein Mann dort Theologie studiert hat.
00:02:37: Aber damals kann ich mich noch daran erinnern.
00:02:39: Politik war eins meiner Lieblingsfächer direkt neben Sozialkunde- und Rechnungswesen Und mich mochte Politik damals einfach sehr, lag vielleicht aber auch an dem sehr coolen Lehrer den wir hatten.
00:02:51: Herr Jacoby hat einen sehr interessanten Unterricht gestaltet und ich hatte tatsächlich auch überlegt in die Politik zu gehen.
00:03:01: Naja jetzt habe ich letztens nicht mit meinem Mann unterhalten und dann habe ich gesagt Mensch, ich könnte das heute überhaupt gar nicht mehr!
00:03:07: Nicht weil ich jetzt nicht irgendwie gerne diskutiere – das kann ich auch und ich kann noch meine Meinung gut vertreten aber wenn ich sehe und höre, wie die teilweise miteinander umgehen.
00:03:19: Wenn ich höre wie bis sich die Kommentare sind, die Anklagen, die Vorwürfe dann denke ich wirklich... Ich glaube, ich würde sehr regelmäßig einfach in den Tränen ausbrechen ja?
00:03:33: Ich wäre so die, die ständig irgendwo in den Schlagzeilen wäre auf die Atma-Lisik wieder heulend im Bundestag zusammengebrochen oder so.
00:03:41: also Das würde mich einfach treffen.
00:03:43: Ich bin doch nicht so cool, ich bin da vielleicht auch ein bisschen empfindlich wenn mich jemand persönlich angreift, mich lächerlich macht oder abwertet über mich spricht das macht was mit mir ja und ich weiß es nicht.
00:03:57: also ich glaube ich könnte das überhaupt nicht und ich gucke mir das an und denke man was ist so krass dass da irgendwie mal keiner in Tränen ausbricht?
00:04:04: bei den Frauen denke ich das auch manchmal Aber ich glaube, die haben mittlerweile einfach ein dickes Fell.
00:04:12: Ich selber möchte gar nicht so hart werden, dass irgendwann mal nichts mehr mit mir macht – weiß ich nicht!
00:04:20: Und ich finde das in den sozialen Medien teilweise noch viel schlimmer.
00:04:26: Wir werden jetzt auf Instagram immer wieder politische Beiträge angezeigt.
00:04:31: Klar, wenn du dir das ein oder andere anschaust dann bekommst du immer Vorschläge auch von anderen Debatten und so weiter.
00:04:40: Und ich mache manchmal den Fehler und lese die Kommentare darunter.
00:04:45: Da ist es jetzt auch egal um welche politische Richtung es geht.
00:04:48: ja aber was Menschen dort über andere Menschen schreiben... Ich finde das teilweise so erschreckend!
00:05:01: Weil ich finde, man darf natürlich auch die Politik jetzt keine Ahnung zum Beispiel vom Bundeskanzler.
00:05:07: Das darf natürlich kritisieren ja?
00:05:09: Ich darf auch sagen wenn ich eine Entscheidung falsch finde.
00:05:13: Ja, ich darf mit einer Partei überhaupt nichts anfangen können.
00:05:17: Ich darf mich auch richtig ärgern.
00:05:19: aber die Frage, die ich mir stelle muss ich also muss man deshalb Menschen beschimpfen?
00:05:26: Also diese offene Feindseligkeit, die man manchmal liest und da ist es auch egal ob sie jetzt gegen den Bundeskanzler geht, gegen links oder gegen rechts oder gegen einzelne Personen.
00:05:38: Ich finde das sehr, sehr krass!
00:05:40: Und das beschäftigt mich sehr.
00:05:42: ja also diese Spaltung natürlich auf der einen Seite und auf der anderen Seite aber die Art wie Menschen über andere Menschen reden.
00:05:53: Das find ich ziemlich krass.
00:05:56: Und wie gesagt, es geht mir dabei überhaupt nicht ob ich eine Politik oder eine Partei gut oder schlecht finde.
00:06:02: Das würde ich jetzt auch völlig außen vorlassen und ich würde mich hier auch überhaupt nicht positionieren.
00:06:07: aber mir gehts darum Seit wann finden wir es normal, so über Menschen zu reden?
00:06:14: Ja und vor allem was macht das mit uns.
00:06:17: Also nicht nur mit demjenigen über den so gesprochen wird auch was macht dass mit uns selbst?
00:06:22: ja weil ich glaube wie wir stumpfen hier auch einfach ab.
00:06:26: Ich glaube einfach dass unsere Sprache die Art wie wir reden uns auch verändert.
00:06:31: Wir haben vor ein paar Tagen unseren jährlichen Lebeleichteraufforschungstag mit unseren wundervollen, lebeleichten Coaches gehabt und wir haben dort unter anderem über unseren Lebeleichter Club gesprochen.
00:06:44: Den gibt es ja seit siebzehnten vierten!
00:06:46: Und da habe ich etwas gesagt was mir wirklich wichtig ist weil Ich finde die Atmosphäre in unserem Club unglaublich wertvoll und wertschätzend.
00:06:56: Also da schreibt zum Beispiel jemand, bei mir läuft es irgendwie gerade gar nicht gut oder ich mache das und das falsch.
00:07:03: Oder jenes... Und dann kommen Rückmeldungen die Mut machen ja?
00:07:07: Die aufbauen, die einfach in eine positive Richtung gehen.
00:07:12: Da wird niemand irgendwie fertig gemacht, da wird nicht mit den Augen gerollt.
00:07:16: Da muss niemand Angst haben irgendetwas zu erzählen Es herrscht einfach ein wertschätzender Ton.
00:07:24: Also ich persönlich finde, das tut einfach so gut und unseren Coaches geht zu uns.
00:07:28: Unseren Clubmitgliedern geht es auch so als es lohnt sich erleben in den lebeleichter Club zu kommen.
00:07:36: Ich glaube einfach dass unsere Worte so viel Macht über uns und über andere haben.
00:07:41: Und weil ich da gerne einen Statement setzen möchte gibt's heute eben diese Podcastfolge und ich habe mir beginnend einen Text aus der Bibel rausgesucht, und zwar aus dem Jakobusbrief im dritten Kapitel.
00:07:56: Da heißt es wir alle machen viele Fehler Aber wer seine Zunge im Zaum hält, der kann sich auch in anderen Bereichen beherrschen.
00:08:05: Wir können ein großes Pferd lenken wohin wir wollen wenn wir ihm einen Zaumzeug anlegen.
00:08:11: und mit einem winzigen Ruder lenkt der Steuermann ein großes Schiff selbst bei heftigem Wind wohin er will Und so kann die Zunge so klein sie ist enormen Schaden anrichten.
00:08:24: Ein winziger Funke steckt einen großen Wald in Brand.
00:08:28: Die Zunge ist wie eine Flamme und kann eine Welt voller Ungerechtigkeit sein.
00:08:34: Sie ist der Teil des Körpers, der alles beschmutzen und das ganze Leben zerstören kann, wenn sie von der Hölle selbst in Brand gesteckt wird.
00:08:43: Der Mensch kann die unterschiedlichsten Tiere und Vögel, Reptilien und Fische zähmen – aber die Zunge kann niemand im Zaum halten!
00:08:51: Sie ist ein unbeherrschbares Übel voll von tödlichem
00:08:55: Gift.".
00:08:56: Mit ihr loben wir Gott, unseren Herrn und Vater.
00:08:59: Dann wieder verfluchen wir mit Ihr andere Menschen die doch als Ebenbilder Gottes geschaffen
00:09:04: sind.".
00:09:05: So kommen Segen und Fluch aus dem selben Mund – das darf meine Freunde nicht so sein!
00:09:13: Jacobus benutzt dieses Bild von einem großen Schiff und einem ganz kleinen Ruder.
00:09:20: Dieses kleine Ruder bestimmt am Ende wohin das ganze Schiff fährt und genauso beschreibt er eben unsere Zunge.
00:09:26: Und ich finde es verrückt, dass so ein kleines Körper teil und was können wir damit alles anrichten?
00:09:32: Und ich finde, er wird ja da auch noch drastischer vergleichen.
00:09:35: Die Zunge mit einem Feuer das einen ganzen Wald in Brand setzen kann und ich glaube jeder von uns kennt das so Worte die sich eingebrannt haben.
00:09:44: Ja vielleicht ist es Jahrzehnte her dass jemand mal etwas zu dir gesagt hat ja und das hat sich einfach tief in deine Seele gebrannt und du weißt das heute noch.
00:09:55: ja und Das spannende ist halt Derjenige, der das gesagt hat, er weiß es ja wahrscheinlich schon gar nicht mehr.
00:10:01: Er hat vielleicht irgendwann mal so einen Satz rausgehauen aber für dich war das ein Satz, der geblieben ist und es können schlimme Sätze sein die sich da eingebrannt haben.
00:10:12: Zum Glück funktioniert das natürlich auch andersrum, weil wir können mit unserer Zunge auch Gutes reden.
00:10:17: Und ich weiß oft noch Dinge die Menschen irgendwann zu mir gesagt haben, die mir wirklich richtig gut getan haben wo sie mehr etwas zugetraut haben, wo sie mich ermutigt haben und ich glaube dass das mich auch zudem gemacht hat der jetzt wirklich bin.
00:10:35: zum Beispiel habe ich in meinem E-Mail Postfach, einen Extraordner der heißt Feedback und da schiebe ich jede positive E-Mail rein die ich bekomme.
00:10:48: Jedes Dankeschön, jede Ermutigung immer wenn irgendjemand was Positives schreibt zu dem was sich gemacht habe egal ob das ein Vortrag war oder eine leichte Kurs oder eine Podcastfolge oder wo ich etwas mal in meinem Blog geschrieben habe.
00:11:03: ja also ich schieb das alles rein und hin und wieder mache ich diesen Ordner auf und lese mir das manchmal durch.
00:11:13: Das tut einfach gut, weil Worte macht haben!
00:11:17: Genau.
00:11:18: In den Sprüchen gibt es einen Vers, den ich auch ziemlich passend finde in diesem Zusammenhang.
00:11:24: Den Sprüche zwölf als achtzehn heißt das sinngemäß dass unbedachte Worte wie Schwertstiche sein können während die Worte eines weißen Menschen Heilung bringen.
00:11:36: also das ist ein tolles Bild ja?
00:11:38: Ein Wort kann auf der einen Seite stechen und auf der anderen Seite kann es heilen.
00:11:46: Das Entscheidende für mich ist, wir haben die Zunge in unserem Mund und wir können entscheiden welche Art von Worten wir benutzen möchten.
00:11:55: Auch du kannst entscheiden welche Art von Worte du benutzen möchtest!
00:12:00: Und wir sind jetzt natürlich nicht in irgendwelchen Bundestags-Debatten dabei oder in irgendwelschen Interviews wo sich politische Gegner so einen Schlagabtausch liefern.
00:12:10: aber Wir können im Kleinsten beginnen bei unserem Partner, den Kindern und der Freundin.
00:12:17: Bei den Arbeitskolleginnen, dem Chef oder Verkäuferern beim nächsten, die wir begegnen vielleicht auch mal in einem Kommentar unter einen Beitrag.
00:12:27: Genau gute und freundliche Worte sprechen.
00:12:30: ihr Lieben da liegt so viel Segen drauf und der kommt zu hundert Prozent zurück.
00:12:36: Und vielleicht fragst du dich jetzt ja aber darf man gar nichts Kritisches mehr sagen?
00:12:40: doch natürlich Das dürfen wir auch.
00:12:42: Und das muss auch möglich sein, wertschätzend miteinander umzugehen heißt jetzt ja nicht nur nett zu lächeln und alles wunderbar finden zu müssen und alles runterzuschlücken.
00:12:53: Wir dürfen auch sagen nö dass ich jetzt aber anders oder das hat mich gerade verletzt Oder da habe ich eine andere Meinung oder Da ist was schief gelaufen.
00:13:01: Ja müssen wir mal drüber sprechen.
00:13:03: Ich darf auch sagen also mit diesem politiker Was der gesagt hat bin ich grade gar nicht einverstanden.
00:13:08: Ja oder auch diese partei das geht für mich gar nicht.
00:13:11: Darum geht es gar nicht.
00:13:13: Es geht nicht darum Konflikte zu vermeiden, sondern darum wie ich sie austrage.
00:13:18: Ich finde da müssen wir einfach auch mal schauen ja wie ist eigentlich unsere Wortwahl?
00:13:25: und wenn wir einfach einmal etwas ausgesprochen haben können wir das nicht wieder zurückholen und deswegen ist es immer ganz gut dass vorher überlegen, was für Worte wir sprechen.
00:13:36: Ich finde den Gedanken aus Epheser fourneinzwanzig sehr schön.
00:13:39: ja da schreibt Paulus so sinngemäß dass aus unserem Mund das kommen soll ist, was aufbaut und dem anderen gut tut.
00:13:48: Dieses Wort Aufbauen gefällt mir denn ich glaube tatsächlich dass wir Menschen mit unseren Worten ein kleines bisschen größer machen können.
00:13:58: ja?
00:13:58: Wir können sie auch kleiner machen aber wir können Sie auch größer.
00:14:05: Wie oft ist es ja, dass wir manchmal Dinge sehen die jemand macht und das halten wir für selbstverständlich.
00:14:11: Und sagen das gar nicht?
00:14:13: Wir behalten es einfach für uns aber sobald jemand irgendeinen Fehler macht dann sprechen wir's gleich aus!
00:14:18: Und wie wäre es denn wenn wir sehr viel mehr andere loben würden auch mal was Gutes sagen vielleicht auch sogar bei Dingen die ganz selbstverständlig sind macht ja gar nichts.
00:14:30: sagst doch einfach mal Ja genau.
00:14:34: Und dann finde ich eben auch noch sehr spannend, wie reden wir denn wenn andere gar nicht dabei sind.
00:14:44: wertschätzend mit jemandem zu reden, der sofort sitzt.
00:14:47: Das ist so das eine.
00:14:48: aber wie rede ich über ihn wenn er eben auch nicht mit dabei wird?
00:14:51: und Ich finde dass es interessant ja Wie rede ich zum Beispiel über meinen Mann Wenn ich mit Freundin zusammensitze?
00:14:57: oder wie redig überhaupt über Menschen mit denen ich arbeite?
00:15:00: Wie redig über jemanden der mir vielleicht auch so richtig auf den Nerven geht?
00:15:04: Ja Und da muss ich sagen, nehme ich mich selber auch überhaupt gar nicht aus.
00:15:09: Ja, ich kenne solche Gespräche auch.
00:15:10: dann sitzt du zusammen einer fängt an sich über irgendjemanden aufzuregen.
00:15:15: der nächste stimmt ein bisschen ein und plötzlich ist alle wunderbar eine Meinung.
00:15:19: das kann ja auch so ein bisschen verbindend sein ja aber leider auf Kosten eines Menschen der eben nicht gerade dabei ist.
00:15:25: und vielleicht kennst du das auch?
00:15:27: Ja und da gehst du vielleicht auch manchmal aus Gesprächen raus und denkst Mensch war jetzt eigentlich auch nicht nötig.
00:15:33: Da hätte ich jetzt auch nicht unbedingt mitmachen müssen.
00:15:36: und vielleicht überlegst du dir das nächste Mal zu sagen, komm lass einfach mal gut sein.
00:15:40: Lass mal jeder so sein wie er ist!
00:15:43: Ich versuche zum Beispiel in solchen Momenten immer mich auch zu fragen, sag mal würde ich dem das genauso sagen wenn dieser Mensch jetzt neben mir sitzen würde?
00:15:52: Und das hilft mir total auch zu entscheiden was rede ich jetzt über jemandem und was rede Genau, also lass ruhig auch mal bei uns selbst anfangen.
00:16:01: Ja ich kann den Ton im Bundestag natürlich nicht verändern.
00:16:05: Ich kann die Kommentarspalten auf Instagram nicht verenden und ich merke... ich muss das vielleicht auch weniger angucken und weniger lesen weil es mit mir was macht.
00:16:14: ja aber ich kann meinen eigenen Ton verändern!
00:16:16: Ich kann entscheiden ob ich mich in einem Gespräch beteiligen möchte?
00:16:20: Ich kann entscheiden ob ich einen gehässigen Kommentar schreibe ob ich irgendetwas weitererzähle oder auch einfach mal meinen Mund halte, ja.
00:16:29: Auch eine Möglichkeit und manchmal ist es vielleicht sogar die beste.
00:16:34: Vielleicht tut's uns manchmal auch gut habe ich eben gerade schon gesagt, Debatten auch gar nicht anzuhören und Kommentaren nicht zu lesen.
00:16:43: Ich glaube, ich würde eine Benimmregel in die sozialen Medien einbauen.
00:16:48: wie Bei uns im Lebeleichterklug braucht man gar nichts zu sagen, also da brauchst du eine benimmlebende Regel nicht rein.
00:16:54: Weil da sowieso alle wertschätzend miteinander umgehen.
00:16:58: aber vielleicht wäre das in den sozialen Medien gut wenn man so eine Angriffskommentare dass man die einfach löscht.
00:17:05: und naja genau egal einfach mal so meine Gedanken laut ausgesprochen.
00:17:13: Aber ich bin offensichtlich mit diesem Eindruck auch gar nicht alleine, denn der Bundestag hat seine Regeln inzwischen verschärft habe ich letztens gelesen und zwar, da ging es ausdrücklich auch um den Respekt voreinander.
00:17:26: Und um die Würde der Debatte.
00:17:29: also wer innerhalb kurzer Zeit zum Beispiel mehrfach zu Orten gerufen wird, der muss inzwischen sogar mit einem Ordnungsgeld rechnen.
00:17:36: Und irgendwie finde ich schon bemerkenswert dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem wir Regeln- und Geldstrafen brauchen um uns daran zu erinnern wie wir miteinander reden wollen.
00:17:46: Also das ist schon krass oder?
00:17:48: Übrigens ist diese Regel in diesem Monat das erste Mal angewandt worden.
00:17:53: Ja, da hat tatsächlich jemand glaube zweitausend Euro zahlen müssen ob das langfristig was bringt?
00:17:58: Na ja sind wir mal gespannt!
00:18:01: Genau also wo waren wir?
00:18:04: Worte haben Macht genau sie können segnen Sie können zerstören.
00:18:09: und übrigens gilt dass nicht nur für die Worte die du zu anderen Menschen sagst es gilt auch für die worte die du zu dir selbst sprichst, weil da weiß ich nicht ob du dir damals Gedanken drüber gemacht hast.
00:18:22: Wie redest du eigentlich mit dir selbst?
00:18:24: Ja vielleicht stehst du morgens vor dem Spiegel und dein erster Gedanke ist ach du schreck wie sehe ich denn aus?
00:18:29: oder keine Ahnung?
00:18:32: gehst bei uns auf die Waage und denkst na super wieder zugenommen Ich krieg es einfach nicht hin Oder du machst vielleicht mal ein Fehler Und dann kommst du dieses Jahr.
00:18:40: typisch war ja klar ne warum passiert mir das immer?
00:18:45: Oder aber, das passiert ja auch sehr schnell.
00:18:47: Du vergleichst dich vielleicht mit anderen und denkst, boah die kriegen ihr Leben alle viel besser auf die Reihe als ich oder sagst vielleicht sogar Sätze, die so lange in dir fest sitzen über dich.
00:19:01: also Ich bin halt so undiszipliniert oder ich bin nicht sportlich oder ich kann da sowieso nicht und dafür bin ich inzwischen zu alt.
00:19:09: Also wir haben uns manchmal Worte angeeignet, die wir uns selbst immer wieder sagen und damit blockieren wir uns aber eben auch selbst.
00:19:21: Genau.
00:19:21: Und jetzt stell dir einfach noch mal vor, du wärst mit einer guten Freundin zusammen und die hätte jetzt keine Ahnung gestern Abend zu viel gegessen und du würdest dir sagen ja ganz ehrlich bist halt auch einfach undiszipliniert, kriegst das einfach nicht hin?
00:19:36: Also du würdest ja mit einer Freundin ganz anders reden.
00:19:38: also warum erlauben wir uns dann manchmal in einem Ton und selbst gegenüber den wir bei einem anderen Menschen eigentlich lieblos finden würde?
00:19:48: Genau, es geht jetzt auch nicht darum alles nur schön zu reden.
00:19:51: Wenn was nicht gut gelaufen ist dann darf man das natürlich auch benennen.
00:19:54: Das gestern hat mir nicht gut getan oder keine Ahnung da habe ich eine Entscheidung getroffen die würde ich heute anders treffen oder Da ist etwas schiefgelaufen und mich vielleicht etwas falsch gemacht.
00:20:05: daraus möchte Ich auch lernen oder ja genau so ähnliche Beispiele halten.
00:20:11: aber das ist ein Unterschied ob du sagst das war nicht gut oder ob du sagst, ich bin nicht gut.
00:20:18: Ja?
00:20:19: Genau!
00:20:20: Achte einfach einmal darauf welche Sätze du so über dich selbst immer wieder aussprichst.
00:20:25: denn irgendwann werden aus solchen Setzen auch Überzeugungen und in Psalm hundertdreißig steht Gott kennt Dich, Gott sieht Dich Du bist von ihm gewollt und Du bist wunderbar gemacht Und vielleicht kannst du dich in den nächsten Tagen einmal dabei ertappen, wenn Du wieder hart mit Dir ins Gericht gehst und dann frag Dich.
00:20:48: Würde ich so mit einem Menschen reden, den ich liebe?
00:20:51: Und vielleicht fragst du Dich, passt das was ich gerade über mich gesagt habe eigentlich zu dem wie Gott mich sieht!
00:20:59: weiß ich nicht.
00:20:59: Vielleicht sollten wir uns wie im Bundestag ein Ordnungsgeld verordnen, wenn wir dreimal hintereinander schlecht über uns reden?
00:21:07: Naja, ich glaube bei manchen würde ein richtiges Vermögen zusammenkommen!
00:21:11: Na ja, ich weiß nicht wer weiß vielleicht hilft dir das.
00:21:15: Genau was ich dir für heute mitgeben möchte ist achte einfach einmal einen Tag lang auf deine Sprache.
00:21:21: Ja vielleicht fällt ihr auf dass du über jemanden immer wieder abwertend redest, vielleicht merkst du deinem Partner ganz selbstverständlich sagst, was dich stört.
00:21:31: Aber viel zu selten, was du an ihm gut findest oder was du schätzt.
00:21:36: Oder vielleicht merkst du beim Lesen eines politischen Beitrags wie sofort ein abwertender Gedanke kommt?
00:21:42: Oder du stellst fest das der Mensch mit dem du am härtesten redest, vielleicht sogar auch du selbst bist.
00:21:48: ja und dann verändere doch mal eine Sache also Nur eine.
00:21:53: Du musst auch nicht alles auf einmal machen, ja?
00:21:55: Vielleicht sagst du etwas Nettes was du sonst nur gedacht hättest oder vielleicht lässt du einen Satz einfach mal weg, wir müssen ja auch nicht zu allem unseren Senf beisteuern.
00:22:05: Oder vielleicht fragst du erst nach bevor du dich ärgerst.
00:22:08: Ja, vielleicht entschuldigst du dich für etwas und vielleicht schaust du morgens in den Spiegel und redest ein bisschen freundlicher mit der Frau oder dem Mann, der dir da entgegenblickt.
00:22:19: Ich mach das übrigens Wenn ich morgens in den Spiegel gucke, dann grinn sich mich richtig an.
00:22:25: Also ich versuche so richtig freundlich zu blicken und auch das macht was mit einem beginnt der Tag schon sehr viel positiver.
00:22:34: Ich finde dazu ein Gebet aus Psalm onehundert und vierzig ganz schön.
00:22:38: David bittet Gott da sinngemäß Stell eine Wache von meinen Mund und bewahre meine Lippen.
00:22:44: Und vielleicht brauchen wir heute zusätzlich noch eine Wache zum Beispiel vor unserer WhatsApp-Tastatur oder der Kommentarfunktion bei Instagram, aber im Grunde ist es ja dasselbe.
00:22:58: Achte darauf!
00:22:59: Was du in die Welt setzt und achte natürlich auch darauf, was du in dein Ohr und in deinen Herzen einlässt.
00:23:05: Also das ist natürlich ein wichtiges Thema nicht nur das, was wir sprechen sondern auch das, dass wir hören und das was wir anschauen.
00:23:12: aber eben das wäre jetzt ein neues Thema für eine neue Podcastfolge vielleicht.
00:23:17: Frag dich immer mal wieder, was für eine Atmosphäre möchtest du schaffen?
00:23:23: Und da komme ich einfach jetzt noch einmal zurück zu unserem liebeleichter Club.
00:23:27: Vielleicht berührt mich diese wertschätzende Atmosphäre dort gerade deshalb so, weil ich das Gefühl habe, dass in unserer Gesellschaft an vielen Sternen verloren geht.
00:23:39: Wir erleben das in unserem lebleichter Club aber auch bei unseren lebleichten Coaches.
00:23:43: Ich bin selber total ermutig zum Beispiel aus unserem Aufforschungstag, aus unserem Coach-Treffen gegangen und ich hatte so viele gute Gedanken Weil es so viel Ermutigung dort gab und so viele Wertschätzung.
00:23:59: Und ich bin jedes Mal fasziniert, wie für Wertschätzungen eben auch unter unseren Lebeleichter Coaches herrscht.
00:24:07: Übrigens vielleicht an dieser Stelle einfach mal eine Ermutigung für dich am siebenundzwanzigsten und achtundzwannsichsten November findet die nächste Lebeleichter Coach Ausbildung statt diesmal online.
00:24:18: also du kannst Ganz bequem von zu Hause aus teilnehmen, wenn du dir also auch vorstellen könntest andere Menschen auf dem Weg zu ihrem Wunschgewicht zu unterstützen.
00:24:29: Und dabei geht es bei Liebeleichter eben ja nicht nur um das körperliche Wunschgewicht sondern auch um eine Ausgeglichenheit zwischen Körperseel und Geist.
00:24:38: Also lebe leicht das einfach so viel mehr als nur ein Abnehmen im Konzept.
00:24:43: Wenn du dir das vorstellen könntest, dann melde dich gerne bei uns und wir schicken dir weitere Infos unter unsere Coach-Voraussetzungen zu!
00:24:50: Und wer weiß?
00:24:51: Dann bist du vielleicht auch bald im Lebeleichter Team.
00:24:55: Erlebst diese wertschätzende Begegnung selbst aber natürlich bist du sowieso auch immer herzlich willkommen.
00:25:04: Genau, ich verlinke das alles mal in die Show-Nodes.
00:25:09: und noch einmal diese Frage was für eine Atmosphäre möchtest du schaffen?
00:25:15: Wir werden den Umgangstum tun in unserer Gesellschaft wahrscheinlich nicht verändern.
00:25:19: Aber wir haben sehr wohl Einfluss darauf wie in unserem eigenen Umfeld gesprochen wird ja zu Hause am Erstisch am Arbeitsplatz in der Gemeinde unter Freunden In der WhatsApp-Gruppe, in den sozialen Medien und vielleicht ist das schon viel mehr als wir manchmal auch denken.
00:25:38: Ich wünsche mir das ja dass wir lernen unterschiedlicher Meinung zu sein ohne einander abzuwerten, dass wir auch deutlich mal widersprechen können und trotzdem respektvoll bleiben!
00:25:51: Dass wir uns bewusst machen, dass Worte eben nicht einfach nur Worte sind sondern dass sie immer auch etwas hinterlassen bis heute an einen Satz, der dich vor vielen Jahren verletzt hat.
00:26:04: Und vielleicht erinnerst du dich genauso an Worte, die dir jemand im richtigen Moment zugesprochen hat und die dir Mut gemacht haben?
00:26:13: Genau darin liegt für mich immer auch so dieser Macht unserer Worte!
00:26:18: Ich möchte deshalb am Ende gar nicht mit dem Finger auf den Bundestag oder irgendwelche Kommentarspalten zeigen – wobei wirklich, wirklich fassungslos macht.
00:26:29: Aber ich möchte bei uns anfangen!
00:26:31: Ich möchte bei mir anfangen und vielleicht machst du mit ja?
00:26:35: Vielleicht achten wir in den nächsten Tagen einfach ein bisschen bewusster darauf was aus unserem Mund kommt wie wir mit den Menschen sprechen die uns nahestehen wie über Menschen reden völlig anders denken als wir, was wir schreiben, kommentieren oder auch was wir weitergeben und auch darauf welche Worte wir uns selbst jeden Tag zu sprechen.
00:26:57: Denn wir können mit unserer Sprache die Atmosphäre um uns herum mitbringen – ich finde das ist eine richtig schöne Möglichkeit!
00:27:06: Lass uns doch da Vorbild sein in dem, was aus unserem Mund kommt.
00:27:10: Vielleicht können wir die große Welt damit nicht sofort verändern, aber ganz sicher die kleine Welt um uns herum.
00:27:19: Und genau da können wir anfangen.
00:27:21: und jetzt fang an deine Worte zu wählen und lebe es dein bestes Leben!
00:27:27: Deine Heike Maliesig.